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Überlegenheit erst im letzten Viertel ausgespielt

Koupidis Themistoklis 28.11.2017

Eine halbe Stunde lang war es eine ausgeglichene Partie, dann haben die Basketballer der BSG Vaihingen/Sachsenheim kräftig angezogen. Am Ende stand ein klarer 97:72-Sieg im Auswärtsspiel gegen den Letzten der Landesliga Neckar/Rems, die BSG Basket Ludwigsburg II. „Wir haben es spannender gemacht, als es hätte sein müssen“, berichtet Vaihingens Spielertrainer Themis Koupidis. „Es war ein Pflichtsieg. Den haben wir uns geholt.“Obwohl die Begegnung bis zum Beginn des letzten Viertels offen schien, ist sich der Gästetrainer sicher: „Unser Sieg war das ganze Spiel über nicht in Gefahr. Aber über die ersten 30 Minuten gesehen, hatten wir Höhen und Tiefen.“ Dabei gab es gleichermaßen vorne wie hinten Probleme in der Vaihinger Mannschaft. „Wir haben leichte Punkte liegen lassen, auch Korbleger, und unsere Würfe sind gar nicht gefallen“, sagt Themis Koupidis. „Wenn wir getroffen haben, dann durch Korbleger oder Freiwürfe, aber nicht aus der Distanz. Im Gegenzug haben wir zu viele Punkte zugelassen – zumindest für so ein Team.“ Zur Halbzeit nur mit elf Punkten zu führen, war viel zu wenig für den Geschmack des Vaihinger Spielertrainers. Dass es vor dem Schlussabschnitt immer noch elf Punkte Vorsprung waren, macht es angesichts der Tabellensituation nicht besser. Die Vaihinger sind jetzt Zweiter, die Ludwigsburger tragen die rote Laterne.„Vor unserem Spiel war das Spiel der Regionalliga“, berichtet er. „Aus dieser Mannschaft hat nur Fekremariam Abraha gegen uns mitgespielt. Er war der achte Mann bei den Ludwigsburgern.“ Und er hatte eine für die Landesliga ungewohnte Qualität. „Er war der beste Spieler auf der Seite der Gastgeber und hat uns viele Probleme bereitet.“ Alleine der Topscorer des einzigen sieglosen Teams der Landesliga kam gegen Vaihingen/Sachsenheim auf 29 Punkte. 18 davon erzielte er durch seine sechs Drei-Punkte-Würfe. Doch im Lauf der Partie bekamen die Gäste aus Vaihingen ihre Kontrahenten immer besser in den Griff. „Wir haben im letzten Viertel viel besser verteidigt als vorher“, freut sich Themis Koupidis. „Außerdem haben wir allein in diesem Viertel vier Dreier getroffen. Von der 32. Minute an haben die Ludwigsburger nur noch ganz wenig Punkte gemacht.“ Dabei habe die Mannschaft des Letzten selbst gar nicht so stark nachgelassen, sondern auf Vaihinger Seite habe sich jeder an seine Stärke erinnert. „Es war eine deutliche Steigerung von uns. Alle haben aufgedreht. Bei uns haben genau die gleichen Leute gespielt wie vorher, und wir haben nicht auf Presse oder Zone umgestellt, sondern einfach besser gespielt als vorher.“BSG Vaihingen/Sachsenheim: Haydar Bulut (19), Matthias Müller (17), Themis Koupidis (16), Lucas Schneider (15), Lennard Schurr (15), Thomas Gabriel (6), Nikolaos Koupidis (4), Alexander Renner (3), Oliver Gräßer (2).